APOTIPP

Erkältungszeit - Immunsystem

 

Achten wir auf ein starkes Immunsystem, damit es niemanden erwischt!

Besonders im Herbst und Winter wird durch das feuchte, kalte Wetter das Immunsystem stark beansprucht.

 

Auslöser für Erkältungen sind etwa 200 verschiedene hoch infektiöse Viren, denen wir täglich ausgesetzt sind. Obwohl der Mensch etwa zehn Milliarden Abwehrzellen besitzt, reichen manchmal schon zehn Viren aus, um eine Erkältungserkrankung in Gang zu bringen. Das Immunsystem besteht aus Leukozyten, Makrophagen, T-Lymphozyten und den Immunglobuline bildenden B-Lymphozyten. Seine Aufgabe ist es, Krankheitserreger und Schadstoffe sowie abgestorbene und entartete Körperzellen abzuwehren bzw. abzustoßen.

 

Aufgaben des Immunsystems

·        Tägliche Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen, die Infektionen auslösen können.

·        Schutz vor Toxinen, die den Stoffwechsel vergiften

·        Beseitigung von entarteten Zellen, die dem Körper schaden könnten

·        Regeneration von zerstörtem Gewebe, Förderung der Wundheilung

 

Die unspezifische Immunabwehr (Granulozyten, Makrophagen, dentritische Zellen, Epithelzellen) spüren fremde Zellen auf und vernichten sie; sie können sie sogar phagozytieren (Fresszellen). Um andere Immunzellen zur Verstärkung zu erhalten, schicken sie Botenstoffe ins Blut, Lymphe oder Gewebe aus: Zytokine (Interferone oder Interleukine).

Zielgerichteter arbeiten die Zellen der spezifischen Abwehr, die T- und B- Lymphozyten. In der Thymusdrüse werden T-Lymphozyten von Geburt an trainiert, Feinde - fremde Eiweißstoffe, Keime - zu erkennen und zu eliminieren oder die befallenen Zellen zu beseitigen. B-Lymphozyten entstehen im Knochenmark (Bone marrow). Sie entwickeln sich als Immunglobuline - zur spezifischen Antikörperabwehr. Eine weitere Aufgabe der B-Zellen ist das Speichern von Informationen - auch nach Jahren erkennen sie Erreger wieder und bekämpfen sie (Prinzip der Impfung).

 

Das Immunsystem ist ein stark vernetztes System in unserem Körper. Die Immunzellen werden bei der täglichen Abwehrschlacht stark beansprucht, viele tausende Zellen sterben dabei und müssen täglich neu gebildet werden. Eine ausgewogene Ernährung (Vitamine, Selen, Zink, Eisen), gesunder Schlaf, und genügend  Bewegung ermöglichen dem Organismus das lebensnotwendige Abwehrsystem fit zu erhalten.

 

Ob die Immunabwehr für eine volle Funktion aktiv genug ist, hängt von einigen Faktoren ab. Negative Einflüsse auf das Abwehrsystem:

 

Der gefährdete Abwehrtyp

Hohes Alter, einseitige Ernährung, Bewegungsmangel, Nachtarbeit… belasten das Immunsystem, das bei einer anrollenden Schnupfenwelle nicht die volle Abwehrbereitschaft hat. Gerade in der kälteren Jahreszeit sollte auf vitaminreiche Ernährung, viel Schlaf und genügend Bewegung geachtet werden.

 

Der anfällige Abwehrtyp

Menschen, die unter Dauerstress leiden, sind häufig anfällig für Erkältungserkrankungen. Unter Stress und auch beim Spitzensport wird Cortisol ausgeschüttet, damit der Organismus maximal aktiv sein kann. Schmerzen und auch die Funktion des Immunsystems werden unterdrückt, Erkältungsviren können den Körper ungehindert überschwemmen. Nicht nur Stress ist ein Risikofaktor für ein anfälliges Immunsystem, auch Raucher, Alkoholiker, schlecht eingestellte Diabetiker, Untergewichtige, Leistungssportler, Schwerarbeiter… haben bis zu 30% weniger Killerzellen für den Kampf gegen Erkältungsviren zur Verfügung.

 

Der schwache Abwehrtyp

Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen, Patienten unter Cortisondauertherapie, HIV-Infizierte haben ein schwaches Immunsystem. Sie müssen das ganze Jahr vorsichtig sein. Allergiker oder Patienten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden, müssen bei der Einnahme von Immunstimulanzien wie Echinacea oder Umckaloabo vorsichtig sein. Das Immunsystem würde zu stark angeregt werden.

 

Kinder und ältere Menschen

sind besonders infektanfällig. Ursache dafür ist, dass bei Kindern in den ersten Lebensjahren die körpereigenen Abwehrkräfte noch nicht genügend ausgebildet sind und bei älteren Menschen die "gealterten" Abwehrorgane nicht mehr im ausreichenden Maß funktionieren.


Alarmsignale für eine geschwächte Abwehr

Stärkung des Immunsystems

Viren sind auf lebende Zellen angewiesen und wandern deswegen in die Nähe eines „Wirtes“. Diesen finden sie natürlich am ehesten in der Nähe von Menschenansammlungen. Von dort aus können sie sich dann weiter verbreiten – und rasend schnell vermehren: Ein einziges Virus kann durch die Infektion einer einzigen Zelle tausende Nachkommen produzieren.

 

Teufelskreis

Stress, Belastungen, zu wenig Erholungsphasen… vermindern nicht nur die eigenen Leistungsmöglichkeiten, sondern setzen auch die persönliche Belastbarkeit herab. Man fühlt sich unsicher, nervös, gereizt, emotional angespannt, innerlich unausgeglichen. Das Immunsystem kann nicht mehr effektiv arbeiten, Erkältungen sind die Folge, die wiederum schlapp und matt machen. Nur durch ausreichende Ruhe, Muße und völliges Auskurieren kann man diesen Teufelskreis durchbrechen.

·        Wenn jemand sich 15 Minuten furchtbar ärgern muss, Stress hat, so verliert der Körper etwa 300 bis 350 Milligramm Vitamin C. Es kann rasch zu einem Vit.C- Mangel kommen. Die natürlichen Abwehrkräfte sind massiv geschwächt, weil Vit.C die Bildung von Fresszellen und Lymphozyten sowie deren Aktivitäten stimuliert.  Daher steigt auch die Infektanfälligkeit.

·        Ein Antistresstraining verbessert deutlich die Cortisol- und Immunwerte.

·        Sich öfters eine Auszeit gönnen!

 

Tipps für die Erkältungszeit

 

Wir haben ein sehr effektives, kompliziertes Immunsystem, das wir immer wieder stärken und regenerieren müssen, damit es uns gesund erhält.