Apotipp

Ein ähnlicher Artikel von mir ist in der Fachzeitschrift „Apothekerkrone“ erschienen.

Mit den eigenen Augen erkennen – Hautkrebs

Risikofaktor Muttermale

 

Regelmäßige Selbstkontrolle hilft, einen möglichen Hautkrebs frühzeitig zu erkennen

 

Seit den 70er-Jahren haben sich die Hautkrebserkrankungen versechsfacht. Regelmäßig sollte jeder seine gesamte Haut kontrollieren, um seine Muttermale kennen zu lernen und Veränderungen frühzeitig zu bemerken. Nur bei Früherkennung ist eine Heilung möglich.

 

Arten von Hautkrebs

 

Basaliom: helles Hautgeschwulst an lichtexponierten Hautstellen, z.B. im Gesicht, Arme... Basaliome bilden keine Metastasen! Die Heilungschancen nach einer operativen Entfernung, Bestrahlung, Vereisung oder Behandlung mit dem Immunmodulator Imiquimod sind bis zu 90% erfolgreich. Imiquimod regt in den Krebszellen den programmierten Zelltod an und stimuliert das Immunsystem zur Abwehr der Krebszellen.

 

Plattenepithelkarzinom:

bösartiger „heller Hautkrebs“ bildet sich an sonnenexponierten Stellen, entzündeten Stellen, Narben, aber auch auf  Mundschleimhaut (Raucher!) Wird das Karzinom rechtzeitig operativ entfernt sind die Heilungschancen sehr gut. Die Vorstufe dieser Hautkrebsform ist eine aktinische Keratose – eine scharf begrenzte, rauhe, trockene schuppende Rötung, die der Hautarzt gut behandeln kann.

 

Malignes Melanom: „ der schwarze Hautkrebs“:  ungehemmtes, schnelles Wachstum von malignen Hautzellen, Absiedlung von bösartigen Tochterzellen, Metastasenbildung. Heilungschancen gibt es nur bei Früherkennung!

 

 

Viele Muttermale sind ein Risikofaktor für ein malignes Melanom

 

Melanome gehen von Muttermalen oder pigmentbildenden Hautzellen (Melanozyten) aus. Eine zu intensive UV-Bestrahlung kann diese Zellen schädigen, sie entarten in ein Melanom.

Mit jedem Sonnenbrand vor dem 20. Lebensjahr erhöht sich die Zahl der Leber- und Pigmentflecke. Als Risikogruppen für Hautkrebs gelten Personen mit vielen Muttermalen, mit heller Hautfarbe und direkte Verwandte von Patienten mit Melanomen.

Jeder sollte seine Haut einmal im Monat selbst untersuchen und auf die A-B-C-D-E-Regel achten. Auch dunkle Verfärbungen auf der Fußsohle oder unter einem Nagel können ein Anzeichen für Hautkrebs sein:


Warnzeichen des malignen Melanom
A: Asymmetrie: stärkeres Wachstum in eine Richtung.
B: Begrenzung: uneben, knotig, rauh und zackig, an den Rändern scheint das Melanom auszulaufen.
C: Colour: verschiedene rötliche, braune, schwarze Farbtöne.
D: Durchmesser: Male mit einem Durchmesser von mehr als 3mm untersuchen lassen!

E: Erweiterung: rasches Wachstum

Weitere Warnsignale können Blutungen, Entzündungen, Juckreiz sein!

 

Unbedachter Umgang mit der Sonne fördert Hautkrebs
Jede dunkle Verfärbung, jede Veränderung von Muttermalen sind sofort dem Hautarzt zu melden.

Zuviel UV-Licht- aus der Natur oder auch aus dem Solarium - begünstigt die Entstehung von Hautkrebs. Seit den 70er Jahren haben sich die Erkrankungen für das maligne Melanom versechsfacht.

·        Hemd und Hose aus Naturfaser: Baumwolle lässt nur 10% der UV-Strahlung durch, nasse Kleidung oder Kunstfaser fast alles! Gekennzeichnete Stoffe haben einen UV-Protektions-Faktor (UPF) als Wirkstoff eingearbeitet, der UV-Strahlen absorbiert.

·        Sonnenbrillen: mit mindestens 99% UVA- Schutz, zur Verhinderung von Konjunktivitis oder Hornhauttrübung.

·        Kopfbedeckung, leichte luftige Sommerbekleidung:

·        5- H Regel hell, Hut, Hemd, Hose, hoher Lichtschutzfaktor

 

Das Hautkrebsrisiko wird bereits in Kindheit und Jugend durch vermehrte UV-Strahlung angelegt (häufige Urlaube in südlichen Ländern). Besonders ihre Haut muss geschützt werden!

 

Genießen Sie trotzdem die Sonne Mag. Eva Fellner