APOTIPP

Ein ähnlicher Artikel von mir ist in der Fachzeitschrift „Der Neue Apotheker“ erschienen.

Tabu – Thema: Hämorrhoiden

 

Das Hämorrhoidalleiden gehört zu den am längsten bekannten Erkrankungen des Menschen.

„Der Wächter des Anus“ war ein Spezialist für Analerkrankungen bei den ägyptischen Pharaonen. Sie behandelten die Hämorrhoiden mit sehr drastischen Methoden, wie Verbrennen mit Glüheisen. In unserem Kulturkreis sind  Aftererkrankungen mit Tabus belegt und viele Menschen leiden lieber, als jemanden um Hilfe zu bitten.

 

Die Hämorrhoiden

Schwellkörper = Hämorrhoiden am Übergang vom Enddarm zum Analkanal sind sehr reich an Blutgefäßen. Sie sind zusätzlich zu den Muskeln wichtig für den sicheren Verschluss des Afters. Bei den „inneren Hämorrhoiden“ sind diese Gewebepolster pathologisch vergrößert durch einen vermehrten Einstrom von arteriellem Blut. Kann das Blut nicht mehr zurückfließen, entsteht ein Blutstau. Wenn diese ballonartigen Vergrößerungen nach außen drängen, machen sie häufig Beschwerden: das Hämorrhoidalleiden.

Bei zu wenig Stuhl bleibt der innere Schließmuskel zu und schnürt auch den Hämorrhoiden den Blutabfluss ab. Sie können sich also nicht entleeren und verkleinern. Pressen wir jetzt auf der Toilette, drückt der Stuhl in Richtung Afterausgang auf die Hämorrhoiden, dehnt sie und beschädigt ihr Aufhängesystem. Sie entzünden sich und vergrößern sich weiter.

„Äußere Hämorrhoiden“ (Perianalthrombosen) sind sichtbare knotige Erhebungen durch Blutgerinnsel oder Blutergüsse der Analvenen am After. 

Durch Tasten, endoskopische Untersuchungen des Arztes können Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, wie Tumore, Ekzeme, Analmycosen, Wurmbefall, Abszesse, Fissuren, Feigwarzen… ausgeschlossen werden. Besonders bei Blut im Stuhl muss immer eine ärztliche Abklärung stattfinden.

 

Beschwerden

 

Ursachen für innere Hämorrhoiden - Leiden:

 

Einteilung der inneren Hämorrhoiden – Leiden in vier Grade:

Grad I: von außen nicht sichtbare Vorwölbungen in das Darmrohr, die Schleimhaut ist oft entzündet, es kommt zu Blutungen.

Grad II: die Hämorrhoiden haben sich nicht nur weiter vergrößert, sie sind beim Pressen sichtbar, verschwinden aber von selber wieder in den Enddarm.

Grad III: sichtbarer Knoten, der während des Stuhlgangs sogar vor den Afterausgang treten kann und nicht von selber verschwindet, aber eine Rückführung mit der Hand ist möglich.

Grad IV: eine Rückführung mit der Hand ist nicht mehr möglich, die Schwellungen liegen ständig vor dem Anus.

 

Behandlung

 

Tipps

1.     Ernährungsveränderung:

2.     Bewegung

3.     Hygiene

 

Da mindestens jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens zeitweise an Hämorrhoiden leidet, sollte jeder Betroffene ermutigt werden, seine Probleme zu besprechen und eine Therapie bald zu beginnen, bevor Komplikationen eintreten und eine Operation notwendig werden.

Mag. Eva Fellner

 

www.apotipps.at.tt

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