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Gedächtnisprobleme

Ein ähnlicher Artikel von mir ist in der Fachzeitschrift „Apothekerkrone“ erschienen.

Das menschliche Gehirn ist nur etwa 2% unseres Körpergewichtes schwer, verbraucht aber 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs. Über 100 Milliarden Neuronen ermöglichen die vielfältigen Leistungen unseres Gehirns. Bei Mangelversorgung reagiert es wesentlich empfindlicher als andere Organe. Geringe Störungen der Blutzufuhr mit Sauerstoff, Energie (Glucose), Vitamine, Mineralien, Spurenelementen und Wasser können zu Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Schwindel bis zu Ohnmachten und Schlaganfall führen.

Ursachen für Gedächtnisprobleme

 

Steigerung der Gehirnleistung  „Trainiere es – oder verliere es“

 

Ausschlaggebend für die mentale Leistungsfähigkeit sind die Aufnahme von vielen Informationen und die Geschwindigkeit bei deren Verarbeitung.

Von 10 Millionen Eindrücken, die unsere Sinnesorgane empfangen, gelangt nur ein einziger ins Bewusstsein, das sind aber pro Sekunde noch immer 15 verschiedene Informationen, die  eingeordnet, bewertet und eventuell gespeichert werden müssen. Rund 100 Milliarden Nervenzellen tauschen unentwegt über den synaptischen Spalt Signale aus. Dieses Netzwerk von Neuronen befindet sich ständig im Auf- und Abbau. Nichtgebrauch oder Zerfall von Verbindungen bedeutet Vergessen.

Bis zum Ende der Pubertät werden durch Lernprozesse nicht nur Informationen gespeichert sondern weiter miteinander vernetzt. Bei Erwachsenen ist die Bildung neuer Verbindungen begrenzt. Informationen gelangen oft nur ins Kurzzeitgedächtnis, oder alte Informationen werden überschrieben. Inhalte fürs Langzeitgedächtnis werden oft mit Emotionen gekoppelt, oder neu bewertet und so gemerkt. Im Alter wird die Informationsübertragung langsamer, die Reaktions- und Merkfähigkeit nehmen ab. Mangeldurchblutung durch verengte Gehirnarterien führt zum Absterben von Gehirnzellen. Häufig ist auch die Neurotransmitter–Konzentration im Gehirn verringert, sodass Nervenimpulse nicht weitergeleitet werden können.

 

Neurotransmitter, die für das Gedächtnis wichtig sind

Im Alter wird die Informationsübertragung langsamer, die Reaktions- und Merkfähigkeit nehmen ab. Mangeldurchblutung durch verengte Gehirnarterien führt zum Absterben von Gehirnzellen. Häufig ist auch die Neurotransmitter–Konzentration im Gehirn verringert, sodass Nervenimpulse nicht weitergeleitet werden können.

 

 

Power für das Gehirn!

 

Unsere Gehirnzellen brauchen eine richtige Versorgung, um die Leistung zu bringen, die jeder möchte.

 

Das Gehirn steuert nicht nur Körperfunktionen, sondern löst auch Emotionen aus, ermöglicht das Erinnern und Denken. Dazu ist viel Energie nötig, die die Mitochondrien, die Kraftwerke jeder unserer etwa 100 Milliarden Gehirnzellen, bereitstellen. Das Gehirn verbraucht 30 Prozent der gesamten Körperenergie! Außerdem werden die Nährstoffe in den grauen Zellen zehnmal schneller verbraucht, als im restlichen Organismus in Ruhezustand. Das Gehirn kann keine Nährstoffe speichern, deshalb braucht es eine permanente Versorgung. Neben Sauerstoff ist Glucose der wichtigste Energielieferant. Geringe Störungen der Blutzufuhr mit Sauerstoff, Energie (Glucose), Vitamine, Mineralien, Spurenelementen und Wasser können zu Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Schwindel bis zu Ohnmachten und Schlaganfall führen.

 

Das Zusammenspiel der Mikronährstoffe im Gehirn

Vit B1, B2:                                 Glucoseverbrennung

Vit B6:                                        Gedächtnisleistung

Niacin, Eisen, Vit B12:              Sauerstofftransport

Eisen:                                         Wahrnehmung

Vit C:                                           Nervenstoffwechsel

Calcium, Magnesium:                Reizübertragung der Nerven

Selen, Vit C:                               Radikalfänger

Zink:                                            Lernvorgänge, Aufmerksamkeit

Jod:                                             Wachstum der Gehirnzellen

Lezithin:                                      Kurzzeitgedächtnis

AS (Argenin, Tyrosin, Taurin):   Bildung von Neurotransmittern

 

 

 

Die beste Aktivierung der Nervenzellen im Gehirn erreicht man mit kontinuierlichem Gehirn-Training. Kommunikation mit anderen Menschen fördert die Aufmerksamkeit und geistige Leistung. Mit viel Bewegung in frischer Luft erreicht man eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Extrakte aus Ginkgo-biloba verbessern die Gedächtnisleistung: die Sauerstoffzufuhr im Gehirn wird erhöht, die Gehirnzellaktivität wird angeregt, Mitochondrien werden in den Neuronen vor altersbedingten Schäden geschützt.

 

Gehirnnahrung

Eine gesunde vielseitige Ernährung unterstützt auch das Gehirn optimal. Dazu sollen Eiweiß, Kohlehydrate und Fett im richtigen Verhältnis mit Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen stehen. Also täglich frisches Obst, Salat und Gemüse, das Weißbrot durch Vollkorn ersetzen, hochwertige Pflanzenöle verwenden und ausreichend trinken. Wasser überträgt Botenstoffe im Gehirn, sodass die geistige Leistungsfähigkeit gesteigert wird. Meeresfische sollten zweimal wöchentlich am Speiseplan stehen. Studentenfutter aus Nüssen und getrockneten Früchten enthalten viele B-Vitamine, Zink und Cholin (es bildet den Neurotransmitter Acetylcholin). Vit. B6, B12 und Tryptophan (in Käse, Soja, Fisch, Nüssen, Tomaten und Bananen) bauen Serotonin auf. Eine glutaminreiche Ernährung besteht aus Käse, Molke, Weizen und Schinken. Im Kindergartenalter benötigen die Kinder vermehrt Eiweiß aus Milchprodukten zur Vernetzung der Gehirnzellen. Für Schulkinder sind mehr Kohlehydrate notwendig zur Entwicklung ihrer Energien.

 

Ausreichender Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig. Während des Schlafens werden Informationen gespeichert, unwichtige Details gelöscht. In der Nacht wird so zusagen im Gehirn aufgeräumt und Platz für Neues geschaffen.

 

Von 10 Millionen Eindrücken, die unsere Sinnesorgane empfangen, gelangt nur ein einziger ins Bewusstsein, das sind aber pro Sekunde noch immer 15 verschiedene Informationen, die eingeordnet, bewertet und eventuell gespeichert werden müssen. Rund 100 Milliarden Nervenzellen tauschen unentwegt über den synaptischen Spalt Signale aus. Dieses Netzwerk von Neuronen befindet sich ständig im Auf- und Abbau. Nichtgebrauch oder Zerfall von Verbindungen bedeutet Vergessen.

 

Nicht nur die Gehirnleistung profitiert von Bewegung und Sport.

 

 

Jeder Mensch hat immer wieder Gedächtnisprobleme. Häufen sich diese Ereignisse, so kann es sich um eine beginnende Demenz handeln, die möglichst rasch behandelt werden sollte.

Mag Eva Fellner