APOTIPP 

 

Externer Defibrillator: “ Defi“ 

 

 

Der „Defi“ ist ein Notfallgerät, das bei

plötzlichen Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand

auch vom Laien eingesetzt werden und zu einer Wiederbelebung führen kann.

 

   Jedes Herz schlägt rhythmisch, Sekunde für Sekunde, Tag für Tag, ein Leben lang, ohne Pause, ohne Wartung...

   Jedes Herz kann still stehen, jederzeit, überall, plötzlich; nach einem Herzinfarkt, einer Herzmuskelentzündung, Herzprellung, Stromunfall, Ertrinken, Unterkühlung,...

   Um die Herzrhythmusstörung, das Kammerflimmern, zu unterbrechen- weil sonst dadurch innerhalb kurzer Zeit am Gehirn irreversible Schäden eintreten- helfen die

Erste- Hilfemaßnahmen: Herzmassage und Beatmung, sowie der Einsatz eines Frühdefibrillators „Defi“, der mit einem Stromstoß das Flimmern unterbricht und das Herz wieder regelmäßig schlagen lassen kann.

 

            Überlebenschance

            100%

              80%

              60%

              40%

              20%

 


5       10        15       20  Minuten nach einem Herzstillstand bis   zum Einsatz

                                         eines Defibrillators

 

Der Einsatz des Defibrillators

 

   Wenn ein Mensch leblos zusammenbricht und bewusstlos ist, keine Atmung mehr zeigt, an der Halsschlagader kein Puls fühlbar ist, ist der Einsatz eines Defi angezeigt.

 

Keine allzu lange Notfalldiagnostik- jede Minute zählt!

 

   Die Bedienung eines „Defi“ ist sehr einfach, haben Sie keine Angst!

 

Nach dem Öffnen und Einschalten des Gerätes gibt Ihnen eine Stimme Anweisungen, die zusätzlich entweder auf einem Display geschrieben stehen, oder im Deckel dargestellt sind.

   Zuerst werden die ca. handtellergroßen Elektroden laut Zeichnung bei der rechten Achselhöhle und auf der linken unteren Brustseite auf die Haut aufgeklebt. Der Patient sollte trocken sein (für stärkeren Haarwuchs ist ein Rasierer im Notfallpaket dabei).

   Dann analysiert der Computer des Defi das EKG des Patienten und gibt ein deutliches Signal, ob ein Schock ausgelöst werden soll oder nicht. Wenn ein Schock notwendig ist, muss die rot blinkende Stromtaste gedrückt werden. Niemand sollte den Patienten jetzt berühren!

   Vor dem Stromstoß analysiert das Gerät noch einmal den Bewusstlosen und entscheidet selber, ob es einen Schock auslösen soll oder nicht.

 

Sie können nichts falsch machen, Sie können niemanden schädigen!

 

Sollte der erste Stromstoß nicht ausreichen, analysiert der Defi wieder den Patienten und löst eventuell einen stärkeren Schock aus, solange es notwendig ist.

   Sobald das Herz wieder normal funktioniert, beginnt der Patient zu atmen. Die Wiederbelebung war erfolgreich!

   Wenn das Gerät keinen Schock empfiehlt, hat der Patient keinen Herzstillstand. Sollte weiter kein Puls zu fühlen sein, muss mit Herzmassage (15x drücken) und Beatmung (2x) wiederbelebt werden, bis ein Notarzt eintrifft.

 

Durch den schnellen Einsatz eines Frühdefibrillators ist die Überlebenschance eines Herzkranken um vieles erhöht, Gehirnschäden werden vermieden.

 

   Defibrillators gibt es in jedem  Krankenhaus, Krankenwagen, Feuerwehrauto; jedes Polizeiauto sollte einen mitführen; in vielen Theatern, Museen, auf Flugplätzen, in Flugzeugen, auf Bahnhöfen gibt es sie schon. Alle öffentlichen Gebäude werden mit diesen Defi ausgestattet.

 

   In Österreich sterben täglich 30 bis 40 Menschen an plötzlichen Herztod, diese Rate könnte durch den schnellen Einsatz von Frühdefibrillatoren durch die Bevölkerung deutlich gesenkt werden.

 

 

                                                                                  Mag. Eva Fellner

www.apotipps.at.tt

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