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Nahrungsergänzung

 

Ein ähnlicher Artikel von mir ist in der Fachzeitschrift „Der Neue Apotheker“ erschienen

Obwohl alle Supermärkte voll von gesunden Lebensmitteln sind und fast jeder die Möglichkeit hat, sie zu erwerben, sind  laut dem letzten österreichischen Ernährungsbericht 2003 weiterhin viele Punkte in der Ernährung verbesserungswürdig und der Boom mit diversen Nahrungsergänzungen ist so hoch wie nie.

 

Verbesserung der Ernährung

                                                  

Fette

Der durchschnittliche Fettverzehr der Österreicher ist bis zu 10% erhöht, davon ist vor allem die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren zu hoch, und an mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu niedrig.

Das Verhältnis von den essentiellen n-6 zu n-3 Fettsäuren ist derzeit 8:1, ideal wäre aber 5:1. Ein Austausch von Sonnenblumenöl, Maiskeimöl mit vielen n-6 Fettsäuren gegen Rapsöl oder Sojaöl (enthalten vermehrt n-3 fettsäurige Pflanzenöle) ist zum Empfehlen.

Omega-3-Fettsäurekapseln aus Fischöl wirken sich günstig auf das Lipidmuster des Körpers und dadurch auf ein gesundes Herz-Kreislaufsystems aus.

 

Eiweiß

Die Eiweißversorgung der Bevölkerung ist mehr als ausreichend. Aber 2/3 des  Eiweißes stammen aus tierischen Quellen (Fleisch, Wurst, Milch, Milchprodukte). Dieses Protein ist generell mit gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und auch Purinen (Nicht bei Milch und Milchprodukten) vergesellschaftet. Eine Erhöhung von pflanzlichem Eiweiß (z.B. Hülsenfrüchte, Soja) würde die Herz-Kreislaufprobleme der Bevölkerung verbessern.

Sportler brauchen oft eine Proteinergänzung aus verschiedenen Aminosäuren, um den erhöhten Bedarf an Muskelkraft und Energie auszugleichen. Dabei sind die Aminosäuren Isoleucin, Leucin, Valin  („BCAA“) besonders für Leistungssportler eine wichtige Energiequelle, aber sie fördern auch die Regeneration der Muskeln.

 

Kohlenhydrate

Da der Fett- und Eiweißkonsum der Bevölkerung zu hoch ist, werden in fast allen Altersgruppen zuwenige Kohlehydrate gegessen.

Stärkehaltige und ballaststoffreiche Lebensmittel (Kartoffeln, Basmati-Reis, Roggen- oder Vollkornbrot), die auch essentielle Nährstoffe sowie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe enthalten, sollten vermehrt in die Ernährung eingesetzt werden. 

 

Sinnvolle Nahrungsergänzung von Mikronährstoffen: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Durch eine intensive Landwirtschaft sind oft die Böden von Mikronährstoffen ausgelaugt, saurer Regen, Monokulturbewirtschaftung, vorzeitiges Ernten, industrielle Verarbeitung, Bestrahlung der Lebensmittel, Kochen… bewirken, dass unsere Nahrungsmittel  immer ärmer an Vitalstoffen werden.
Im Normalfall werden diese Stoffe durch eine ausgewogene Ernährung in ausreichenden Mengen aufgenommen.
Andererseits ist durch den modernen Lifestyle der Bedarf erhöht. Nahrungsergänzungsmittel dienen aber nicht als Ersatz einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung, sondern ergänzen diese nach Bedarf.


Mehrerer Bevölkerungsgruppen sind von einer Mangelversorgung von Mikronährstoffen betroffen, die supplimentiert werden sollten.

 

Laut dem letzten Ernährungsbericht 2003 ist die österreichische Bevölkerung gut mit Niacin, Biotin, Pantothensäure, Kalium, Phosphor, Mangan und Kupfer versorgt.

 

Supplementierung mit orthomolekularer Medizin beruht auf Erkenntnissen aus den 60er Jahren, v.a. durch die Arbeiten des 2fachen Nobelpreisträgers Linus Pauling. Dabei werden über 40 Vitalstoffe (Substanzen, die im menschlichen Körper oder in der Nahrung natürlicherweise vorkommen) genau auf die Anforderungen einzelner Risikogruppen abgestimmt.

Viele Nahrungsergänzungsmittel auf pflanzlicher Basis helfen bei verschiedenen Erkrankungen. Dabei sollt aber immer die Konzentration der Wirkstoffe in ausreichender Menge und gute Qualität vorhanden sein. .

 

Aber nicht nur eine richtige Ernährung ist wichtig zur Verbesserung der Gesundheit, sondern auch die körperliche Bewegung trägt zu  einem gesunden und langen Leben bei.

Mag Eva Fellner