Apotipp

 Ein ähnlicher Artikel von mir ist in der Fachzeitschrift „Der Neue Apotheker“ erschienen.

 

Sonnenhut – Echinacea         

 

 

 

„Echinacea“ (echinos = Igel): Sonnenhut, Igelblume, Rote - Rudbeckia - gehört zu der Gattung der Familie Asteraceae (Korbblütengewächse). Es gibt neun Echinacea – Arten mit einigen Varietäten.

 

Medizinisch haben aber nur drei Arten eine Bedeutung:

·        Purpur – Sonnenhut (Echinacea purpurea): Echinacin®Madaus, Esberitox®, Echinacea-Bioforce®, Echinacea-Ratiopharm®, in homöopathischen Mischungen und in der Parodontax Zahnpaste enthalten.

·        Blassfarbener Sonnenhut (E. pallida): nur in vet. Ampullen in Österreich registriert

·        Schmalblättriger Sonnenhut  (E. angustifolia): Echinaforce®,

Der Stängel wird je nach Art 30 bis 120 cm lang. Die dunkelgrünen Blätter sind ganzrandig und rauh behaart. Typisches Erkennungsmerkmal sind seine Korbblüten. Aus dem kegelförmig gewölbten Blütenboden ragen igelartig viele bräunlich/dunkelrot-violetten Röhrenblüten und die Zungenblüten sind nach unten gebogen.

Beheimatet ist der Purpursonnenhut im mittleren Westen der USA. In Mitteleuropa wird diese Pflanze gelegentlich als Zierpflanze kultiviert und als Heilpflanze in Feldern angebaut.

In der Kultur der Indianer aus Nordamerika wurde der Sonnenhut als Heilpflanze gegen Atemwegsinfekte und gegen Halsentzündungen eingesetzt. Heute werden die Extrakte auch bei Harnweginfekte verwendet und bei schlecht heilenden oberflächlichen Wunden und Pilzinfektionen aufgetragen.

 

Inhaltsstoffe von Herba Echinaceae purpureae:

Sieben Klassen von Inhaltsstoffen werden für die therapeutische Wirkung von Echinacea als wichtig betrachtet.

Untersuchungen haben gezeigt, dass aus den frisch geernteten Pflanzen dreimal so viele Alkylamide extrahiert werden können, gegenüber der getrockneten Pflanze. Alkylamide sind leicht flüchtig und gehen beim Trocknen verloren. Deshalb sollen die geernteten Pflanzen binnen 24 Stunden zu Tabletten oder Tropfen verarbeitet werden. Manchmal findet die Gewinnung des verwendeten Presssaftes gleich am Feld statt.

Eine Teezubereitung ist nicht empfehlenswert.

 

Immundilatorische Wirkung:

Purpursonnenhutkraut, oral eingenommen, hat eine anregende Wirkung auf das unspezifische Immunsystem; es regt z.B. die Aktivität der Phagozyten an, kann die Zahl der Lymphozyten und Milzzellen erhöhen und deshalb Bakterien inaktivieren. Im Mäusetest konnte eine 50 - 80prozentige Resistenz gegen Influenza-, Herpes- und Stomatitis-Viren festgestellt werden. Echinacea-Extrakte scheinen auch einen gewissen antiviralen Effekt zu haben. Worauf die Wirkungen im Einzelnen beruhen, ist allerdings noch nicht hinreichend geklärt.

Bei äußerer Anwendung zeigen sich antiphlogistische, granulationsfördernde und wundheilungsfördernde Effekte durch Auswirkungen immundilatorischer Vorgänge in der Haut.

 

Anwendung

 

Kontraindikationen

Nebenwirkungen
Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Für Arzneimittel mit Zubereitungen aus Sonnenhut wurden Hautausschlag, Juckreiz, sehr selten Gesichtsschwellung, Atemnot, Schwindel und Blutdruckabfall beobachtet.

Nicht länger als 8 Wochen einnehmen. Danach kann eine immunschwächende Wirkung eintreten. Nach einer Pause von mindestens vier Wochen, kann eine neuerlichere „Echinacea - Kur“ begonnen werden.

 

Stärken Sie Ihr Immunsystem, bevor die Winterzeit und eine mögliche Grippewelle kommen!

Mag Eva Fellner