Apotipp

Bronchitis

 

Nasskaltes Wetter begünstigt das Auftreten der akuten Bronchitis

 

Die Bronchitis ist eine Entzündung der Schleimhäute der tiefen Atemwege unterhalb des Kehlkopfs: der Luftröhre und der Bronchien. Die Erkrankung wird durch eine Infektion meist durch Viren ausgelöst, sie ist ansteckend. Typische Krankheitszeichen sind Hustenreiz, spärlicher Auswurf, leichtes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen.

 

Wichtiger Schutzreflex

Makrophagen (bewegliche Fresszellen) die Reinigung. Je mehr Partikel die Makrophagen aufnehmen müssen, umso langsamer verläuft der Reinigungsprozess, bis Staubkörnchen in der Lunge bleiben und zu Entzündungen führen.

 

  1. Akute Bronchitis

Durch eine Tröpfcheninfektion oder durch Berührung von kontaminierten Gegenständen dringen Viren eventuell auch Bakterien in den Nasen und Rachenraum ein. Die Erkältungsviren binden an Oberflächenproteine der Schleimhaut und dringen so in die Schleimhautzellen ein. Dort beginnen die Viren sich zu vermehren  und aktivieren die körpereigene Abwehr. Lymphozyten und  Makrophagen bilden am Infektionsherd verschiedene Entzündungsmediatoren zur Virusbekämpfung. Die Inkubationszeit beträgt etwa 24 bis 72 Stunden, die ersten Symptome sind Niesreiz, Kratzen im Hals, Unwohlsein … Gelingt es dem Immunsystem nicht die Viren im Frühstadium abzuwehren, können sich die Keime auch in der Bronchialschleimhaut vermehren und eine Bronchitis auslösen. Zigarettenrauch, Schimmelpilz und Luftverschmutzung fördern die Entwicklung einer Bronchitis, weil die Schleimhäute schon beschädigt sind.

Die Kälte in den Herbst- und Wintermonaten mit Auskühlung von Fingern, Zehen, Nasen und Ohren begünstigt die Entstehung einer infektiösen akuten Bronchitis. Die körpereigene Abwehr wird  kältebedingt herabgesetzt, so dass die Erreger leichter in die Schleimhäute eindringen können.

Neben der feuchtkalten Witterung ist auch die räumliche Enge in geschlossenen Räumen der Grund dafür, dass Erkältungskrankheiten im Herbst und Winter häufiger vorkommen. Die Ansteckungsgefahr ist dadurch gesteigert, denn in geschlossenen Räumen ist die Wahrscheinlichkeit größer, auf einen bereits infizierten Menschen zu treffen und die Konzentration der Krankheitserreger wird nicht durch die Zufuhr frischer Luft herabgesetzt.

 

Zunächst tritt ein trockener Husten auf, mit ständigem Hustenreiz. Nach wenigen Tagen kommt es zu einem Auswurf. Bei viralen Infektionen ist der Auswurf häufig weißlich-schleimig, bei bakteriellen Infekten eher gelblich-grün. Sollte diese bakterielle Bronchitis nach einigen Tagen nicht abklingen, so muss mit einer Behandlung begonnen werden, damit eine Lungenentzündung, eine Entzündung der Bronchiolen oder eine obstruktive Bronchitis mit Atemnot verhindert werden.

 

  1. Obstruktive (spastische) Bronchitis

Durch eine vermehrte Schleimbildung und Anschwellen der Bronchialschleimhäute kann es zu einer Atemwegsverengung kommen. Zusätzlich kann sich die Bronchialmuskulatur verkrampfen. Vor allem Kleinkinder erkranken an dieser Form der Bronchitis. Meist haben die Kinder neben einer Verschleimung einen bellenden trockenen Hustenreiz, sie leiden häufig unter Atemnot. Durch den Druck der Muskelanspannung beim Husten auf die Bauchdecke kann es zum Erbrechen kommen. Bei einem Drittel der Kinder, die häufig an einer obstruktiven Bronchitis erkranken, kann sich später ein Asthma bronchiale entwickeln, deshalb sollten Kinder frühzeitig mit schleimlösenden Mitteln, bronchienerweiternden Präparaten, sogar Cortison behandelt werden. Nur bei eindeutigen Hinweisen auf eine bakterielle Infektion dürfen Antibiotika eingenommen werden.


3. Chronische Bronchitis
Eine Bronchitis wird als chronisch bezeichnet, wenn man länger als drei Monate an Husten leidet. Auslöser sind häufig chronisch eitrige Nasennebenhöhlenentzündung, Allergien, Umweltverschmutzung, Tabakrauch, angeborene Fehlbildungen im Bronchialbereich, Abwehrschwächen…