Apotipp

Anti –Aging durch Radikalfänger - Antioxidantien

junges gemüse

Vielfältige Forschungen beschäftigen sich seit den 50er Jahren mit der Alterung. Warum verlieren die Zellen ihre Funktionen und sterben ab? Eine Antwort wurde gefunden: die Theorie der Alterung der Zellen durch freie Radikale. Weitere Gründe, warum manche Menschen mit 80 noch so fit sind wie 60 jährige sind: Erbanlagen, bestimmte Faktoren in der Kindheit und im frühen Erwachsenenalter (Krankheiten, sozialer Status, Ernährung…) und die aktuellen Lebensumstände im Alter. Jeder kann das Altern sein ganzes Leben lang beeinflussen.

Freie Radikale

Durch die Sauerstoffverbrennung entstehen im menschlichen Stoffwechsel freie Radikale, diese Moleküle haben ein Elektron zu wenig, sie stehlen dies von einem anderen Molekül, es entsteht eine Kettenreaktion – Der „oxidative Stress“. Jede Körperzelle wird täglich etwa 10.000 Mal von freien Radikalen attackiert, der Körper hat dafür Abwehrmechanismen. Steigt aber die Anzahl der Angriffe freier Radikale durch vielerlei Einflüsse auf das bis zu 10 fache an, so kann der Körper aus eigener Kraft die freien Radikale nicht mehr bekämpfen. Die Zellmembran wird angegriffen, schließlich auch der Zellkern. Regenerations- und Reparaturprozesse können mit zunehmendem Alter nicht mehr vollständig ausgeführt werden. Organe funktionieren schlechter. Freie Radikale spielen bei Krebs-, Herz- und Gefäßerkrankungen als Mitverursacher eine Rolle.

 

Unser Organismus produziert sogar selbst freie Radikale, um Bakterien, Viren, Gifte zu bekämpfen. Aber durch  unsere Lebensweise sind wir vielfältigen Radikalquellen ausgesetzt:

ionisierenden Strahlung, elektromagnetische Wellenstrahlungen, u.a. durch TV, Computer und Mobiltelefon. Unsere moderne Ernährung ist reich an Farb- und Geschmacksstoffen, Konservierungsstoffen und Transfettsäuren, die bei Verbrennung im Körper große Mengen an freien Radikalen freisetzen. Suchtgifte, von Alkohol, Nikotin über Drogen bis zu Medikamenten, erzeugen freie Radikale, aber auch Stress, Umweltgifte, Hochleistungssport und UV-Strahlung.

 

Radikalfänger

Radikalfänger oder Antioxidantien sind Substanzen, die ein freies Elektron besitzen. Sie vermeiden und unterbrechen die schädliche Kettenreaktion der aggressiven Radikalen, weil sie den Radikalen ein Elektron anbieten können, um stabil zu werden. Sie binden sich an die Antioxidantien. Es entstehen stabile chemische Verbindungen, die vom Organismus normal abgebaut und ausgeschieden werden. Der Körper besitzt diverse Enzyme, die rasch mit den Radikalen reagieren und diese binden. Aber wir sind so vielen Radikalquellen ausgesetzt, sodass der Organismus nicht alle abfangen kann. Eine gesunde Ernährung kann dieses Defizit aufheben. Die Vitamine A, C, E und Beta-Carotin können aus der Obst, Gemüse und Getreide gewonnen werden. Ebenso spielen Selen, Eisen, Zink, Mangan und Kupfer, sowie sekundäre Pflanzenfarbstoffe eine bedeutende Rolle bei der Neutralisation von freien Radikalen.

Die regelmäßige Einnahme von antioxidativen Wirksubstanzen schützt den Körper vor gefährlichen Stoffwechselprodukten. Die Blutgefäße werden bleiben elastisch, das Augenlicht wird geschützt, Krebserkrankungen kann vorgebeugt werden.

 

Vitamin C: Kommt im wasserlöslichen Bereich der Zellen vor, reagiert schnell mit allen Radikalen, andererseits ist es auch sehr empfindlich und wird leicht zerstört.

Vitamin E: Vorkommen im fettlöslichen Milieu, in der Zellmembran und in den Mitochondrien, es schützt den Zellkern vor freien Radikalen. Pflanzliche Öle mit einfachen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind reich an Vit.E.

Vitamin A (Retinol) und seine Vorstufen (Carotinoide): Sind auch Radikalfänger, aber nicht so effektiv wie Vit. C und E.

OPC: Oligomere ProCyanidine, sind Flavonoide, die durch die Verarbeitung und lange Lagerung der Lebensmittel, fast vollständig verloren gehen. OPC aktiviert und verzehnfacht die Wirkung von Vitamin C. Aber auch die Vitamine A und E sind in seiner Gegenwart bis zu 10-mal so lange aktiv.

Grüner Tee: Catechine, Pflanzenfarbstoffe des grünen Tees, sind besonders wirksame Antioxidantien, die die DNA des Zellkerns schützen und übermäßiges Zellwachstum hemmen. Die Wirkung der Catechine wird durch Vitamin B2 noch verstärkt und soll in Kombination eine 20-mal stärkere Schutzwirkung gegen freie Radikale haben als Vitamin E.
Weintrauben: Die in den Schalen der roten Trauben vorkommende Substanz, Reservatol, stimuliert das Enzyme „SIR 2“, das freie Radikale zerstört.
Sojaprodukte: Phytoöstrogene senken nicht nur Cholesterin, verbessern den Knochenaufbau und sind vorbeugend gegen Brustkrebs, sie beinhalten auch eine besondere Form des Vitamin E, das in Nahrungsergänzungs-Produkten nicht vorkommt, und hilft, ein besonders gefährliches freies Radikal, das Peroxinitrit, zu binden.
Broccoli: als Bester aller Kohlgewächse, hilft beim Abbau und Ausscheiden von Stoffen, die krebsauslösend sein könnten.
Tomaten: enthalten "Lycopin", einen sekundären Pflanzenfarbstoff, der sich durch besonders hohe antioxidative Wirkung auszeichnet und der die Entstehung krebserregender Stoffe unterdrücken kann.
Äpfel: sind ebenfalls gute Radikalfänger.
Heilpflanzen: Weißdorn, Ginkgoblätter, Holunder- und Schlehenblüten, Wollblumenblüten und Mariendistelfrüchte wirken ebenfalls antioxidant.

Chemische Radikalfänger, die die Haut schützen sind natürlich auch in Sonnenschutzprodukten enthalten.

 

Lebensweise, um ein gesundes Alter zu erreichen

·        Bewegung: Walken, Bergwandern, Schwimmen, Radfahren, Treppensteigen einige Male in der Woche, aber ohne zu hohe Pulsfrequenz (nicht höher als 220 minus Lebensalter!)

·        Normalgewicht, Kalorien sparen, tierische Fette meiden, Ernährung mit vielen Antioxidantien

·        Genügend Trinken

·        Ausreichend Schlaf, ausgeglichener Hormonhaushalt, Stress vermeiden, Immunsystem stärken

·        Das Gehirn trainieren

·        Die Haut und Haare verwöhnen, Sonne richtig dosieren, nicht rauchen

·        Soziale Kontakte pflegen

 

 

Die mittlere Lebenserwartung erhöht sich regelmäßig um drei Monate pro Jahr. Es ist keine Verlangsamung dieses Trends in Sicht. Etwa die Hälfte der heute neugeborenen Mädchen wird vermutlich den 100. Geburtstag erleben. Jeder zweite Junge, der auf die Welt kommt, wird mindestens 95.

Mag. Eva Fellner